Knie-TEP Medizinrecht

Was Sie über Fehler bei Implantation einer Knie-prothese wissen sollten.

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Wir helfen Ihnen, Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen Fehlern beim Einbau bzw. Implantation einer Knieprothese zu erhalten.

Fehler beim Einbau einer Kniegelenk-Totalendoprothese / Knieprothese oder kurz Knie-TEP zählen -neben Hüftprothesen- zu den häufigsten Vorwürfen, die Patienten gegen Kliniken und Ärzte erheben. Daher erhalten viele Geschädigte Schmerzensgeld und Schadenersatz bei Ärztefehlern im Zusammenhang mit der Implantation von Knieprothesen.

Das hat einerseits mit der Gesamtanzahl der Knie-Operationen in Deutschland zu tun. Andererseits kommt es gerade bei der Implantation einer Knie-TEP gehäuft zu ärztlichen Behandlungsfehlern. Etwa wenn der Operateur nicht sorgfältig arbeitet oder wenig Erfahrung mitbringt. Das ist leider immer wieder der Fall, weswegen es sich lohnt, zu prüfen, ob ein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen fehlerhafter Implantation besteht.

Wir zeigen Ihnen die Weichenstellungen, wie Sie erfolgreich zu Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen Fehlern beim Einbau einer Knie-TEP kommen.

Wie viele Knieprothesen werden jährlich eingesetzt?

Jährlich werden in Deutschland ca. 200.000 Knieprothesen (kurz: Knie-TEP) implantiert (Stand: 2019: 193.759). Nach Hüft-TEP Operationen ist das die zweihäufigste Operation am Gelenk an deutschen Kliniken. Bei der Knie-TEP wird das echte Gelenk entfernt. Der Gelenkkopf und Gelenkpfanne werden durch künstliche Materialien ersetzt.

Fehlerquote

Orthopädie/Unfallchirurgie

28,7 %

Statistik MDK 2019

Fehleranzahl

Orthopädie/Unfallchirurgie

4.665

Statistik MDK 2019

Was sind Hinweise auf Behandlungsfehler beim Einbau der Knie-TEP?

Materialfehler sind heutzutage so selten geworden, dass frühestens nach 20 Jahren Probleme zu erwarten sind. Muss eine Prothese deutlich früher als nach 20 Jahren gewechselt werden, ist das ein Hinweis auf einen möglichen Fehler während der Implantation. In diesen Fällen stehen beträchtliche Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche im Raum.

Warum sind Patienten mit der Knie-TEP unzufrieden?

Leider ist statistisch jeder vierte Patient mit dem Ergebnis der Knie-TEP unzufrieden. Wie eine Studie der Berliner Charité zeigt, liegt das meist nicht an schlechten Prothesen oder an falschem Gebrauch, sondern an mangelnder Übung der Operateure.

Mehr als 60 Prozent der Prothesen, die ausgetauscht werden mussten, waren weniger als sieben Jahre implantiert. 25% der Knie-TEP war nicht stabil. Bei weiteren 20 % stimmte der Winkel nicht und in jedem siebten Knie fand sich nach der OP eine Entzündung.

Wieviel Schmerzensgeld gibt es für Arztfehler bei Knieprothesen?

Das Landgericht (LG) Hamburg hat einer Frau wegen einer fehlerhaft positionierten Knieprothese ein Schmerzensgeld von 20.000,- € zugesprochen (Az.: 323 O 62/13 – Urteil vom 02.10.2014).

Was ist geschehen? Der Operateur hat die Knie-TEP ganz bewusst in einer verstärkten Außenrotation von mehr als 10 Grad geplant und eingesetzt. Dieses Vorgehen ist als ein grober ärztlicher Behandlungsfehler anzusehen (Planungsfehler).

Dadurch kam es zu einer Überbelastung des Kniegelenks, der Hüfte und der Fußgelenke.

Neben dem Schmerzensgeld wurde der Arzt zum Ersatz weiterer Schäden verurteilt.

Das Landgericht Münster (Urteil vom 03.09.2019) hat ein Krankenhaus zur Zahlung von 50.000,- € Schmerzensgeld wegen einer in Fehlposition eingebrachten Knieprothese verurteilt.

Was genau war passiert? Der femorale Teil (Femur: Oberschenkelknochen) der Prothese zeigte eine Valgusstellung (Fehlstellung nach außen) von etwa 10 Grad. Der obere Teil wurde somit schief in den Knochen eingesetzt.

Die medizinische Fachliteratur fordert aber einen rechten Winkel zwischen der femoralen (am Oberschenkel) Teil der Prothese und dem Inlay. Diese Vorgabe wurde weit verfehlt. Insgesamt ein vollkommen vermeidbarer operationstechnischer Fehler.

Sie haben einen Verdacht auf einen ärztlichen Fehler bei der Implantation einer Knie-Prothese?

Vermuten Sie bei Ihnen oder Ihren Angehörigen bei der Behandlung bei der Implantation einer Knieprothese / Knie-TEP oder einer Hemi-Prothese einen ärztlichen Behandlungsfehler oder Aufklärungsfehler? Wir prüfen für Sie, ob ein Fall der Arzthaftung vorliegt und ein Anspruch auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz besteht.

Unser Team aus erfahrenen Experten in der Arzthaftung mit Standorten in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt a.M. unterstützt Sie deutschlandweit mit dem notwendigen Fachwissen im Medizinrecht und hilft, Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen.

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